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Das Erstgespräch in der psychiatrischen Ordination

  • Autorenbild: andrea maierhofer
    andrea maierhofer
  • 8. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit
Ein Erstgespräch
Ein Erstgespräch

 

 Andrea Maierhofer, 8.1.2026, (2min Lesezeit)




1. Was Sie beim ersten Gespräch erwartet

Viele Menschen wissen nicht genau, was sie bei einem Termin in der psychiatrischen Ordination erwartet – und das ist völlig verständlich.


Das erste Gespräch dient vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen.

Sie erzählen, was Sie im Moment belastet oder welche Fragen Sie haben.


Ich höre zu, stelle einige gezielte Fragen und versuche, ein erstes Bild Ihrer Situation zu gewinnen.


Es geht nicht darum, sofort eine Diagnose zu stellen oder Medikamente zu verschreiben.


Im Mittelpunkt steht, gemeinsam zu verstehen, was Sie brauchen, und mögliche nächste Schritte zu besprechen.


2. Viele warten zu lange – und das ist menschlich

Viele Menschen überlegen lange, bevor sie Hilfe suchen.


Manche glauben, sie müssten erst „schlimm genug“ dran sein.


Andere haben Angst vor einem Stigma oder davor, nicht ernst genommen zu werden.

All das ist nachvollziehbar.


Der Schritt, sich Unterstützung zu holen, erfordert Mut – und ist oft der Beginn, sich selbst wieder ernst zu nehmen.


3. Was Sie nicht mitbringen müssen

Sie müssen sich auf das Erstgespräch nicht vorbereiten.


Sie brauchen keine fertige Geschichte, keine Diagnose und keine perfekten Worte.


Sie dürfen einfach kommen, so wie Sie gerade sind.


Alles Weitere ergibt sich im Gespräch.


4. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie „richtig“ sind

Viele fragen sich:


„Ist das überhaupt schlimm genug, um Hilfe zu holen?“

„Bin ich hier richtig, oder sollte ich woanders hingehen?“


Wenn Sie sich diese Fragen stellen, ist das meist schon ein Zeichen, dass Sie sich Unterstützung wünschen.


Psychiatrische Behandlung bedeutet nicht, dass „etwas mit Ihnen nicht stimmt“ –sondern dass Sie beginnen, für sich zu sorgen.


5. Der erste Schritt

Der erste Schritt ist oft der schwerste.


Aber niemand muss ihn perfekt machen.


Eine kurze Nachricht oder ein Anruf genügt:


„Ich würde gerne einen Termin vereinbaren.


Dann besprechen wir in Ruhe alles Weitere.


Manchmal beginnt Veränderung einfach mit einem Gespräch.






Warum Psychiaterin!
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