„Midlife - Immer beschäftigt, immer erschöpft – könnte es ADHS sein?“
- andrea maierhofer
- 5. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Andrea Maierhofer, 5.2.2026, (2 min Lesezeit)
Sie blicken zurück und denken: „Mein Leben war immer voll, stressig, ich habe viel geschafft, bin stolz – aber irgendwie auch immer ruhelos.“
Überstunden, endlose To-Do-Listen, Gedanken, die nie stoppen, ständige Erschöpfung – und trotzdem ziehen Sie sich immer wieder auf, kämpfen sich durch, denken: „Das schaffe ich auch noch… oder jetzt erst recht.“
Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl gut.
Vielleicht haben Sie sich sogar gefragt: Warum bin ich eigentlich nie wirklich entspannt? Warum fühle ich mich oft überfordert, obwohl andere sagen, ich „schaffe doch alles“?
Die Antwort könnte überraschend sein: ADHS bei Erwachsenen wird noch immer oft übersehen.
Viele Erwachsene mit ADHS haben nie die Diagnose erhalten – und leben ihr Leben lange mit Symptomen wie Unruhe, Overthinking, ständiger Selbstüberforderung und Erschöpfung.
ADHS im Erwachsenenalter – woran erkennt man es?
• Ständige innere Unruhe, das Gefühl, nie genug Zeit zu haben
• Schwierigkeit, Prioritäten zu setzen, Aufgaben zu strukturieren
• Overthinking, Grübeln, mentale Überlastung
• Impulsivität oder das ständige „Ja, ich schaffe das auch noch!“
• Erschöpfung trotz scheinbarer Leistungsfähigkeit
Die nächsten Schritte:
1. Selbstreflexion: Beobachten Sie Ihr Verhalten, Ihre Gedankenmuster und Energielevel über Wochen. Notizen oder ein Tagebuch können helfen.
2. Information: Lesen Sie fundierte Artikel oder Bücher über ADHS bei Erwachsenen. Wissen hilft, das eigene Verhalten zu verstehen. Social Media informiert ebenfalls.
3. Fachärztliche Abklärung: Ein Termin bei einem Psychiater oder einer Psychiaterin, die Erfahrung mit ADHS hat, kann Klarheit schaffen. Sie können sich auch einer klinisch psychologischen Testung unterziehen.
4. Unterstützung: Auch Coaching, Therapie oder Selbsthilfegruppen können helfen, Strategien zu entwickeln, um mit Stress, Strukturproblemen und Überlastung besser umzugehen.
Fazit:
Wenn Sie Ihr Leben als „stressig, ruhelos und überlastet, aber immer irgendwie durchgehalten“ beschreiben würden, lohnt es sich, ADHS als mögliche Erklärung in Betracht zu ziehen.
Eine professionelle Abklärung kann Ihnen nicht nur Antworten geben, sondern auch Wege aufzeigen, Ihr Leben leichter, strukturierter und entspannter zu gestalten – ohne sich ständig selbst zu überfordern.




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