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ADHS bei Frauen :Typische Alltagssituationen, die viele nicht sofort mit ADHS verbinden. Vielleicht erkennen Sie sich? 🎯🎯🎯

  • Autorenbild: andrea maierhofer
    andrea maierhofer
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
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Andrea Maierhofer, 18.04.2026, (2 Min Lesezeit)








Viele Frauen mit ADHS haben jahrelang das Gefühl, „nicht richtig zu funktionieren“ – obwohl sie sich enorm anstrengen.


Oft wird das als Stress, Sensibilität, Chaos oder mangelnde Disziplin missverstanden.


Die folgenden Situationen sind typische Hinweise, die bei Frauen häufig übersehen werden.


Und viele denken: " Ja geht das denn nicht jedem so?" Nein, das meint man nur, weil man nur sein eigenes Innenleben kennt und fühlt.



1) Aufmerksamkeit / Fokus


• Ich kann mich stundenlang hyperfokussieren, wenn es mich interessiert.


• Bei Routine, Verwaltung, Organisationsaufgaben bin ich schnell innerlich blockiert.


• Ich lese Dinge mehrfach, weil ich „nicht drinbleibe“.


• Gespräche lenken mich ab, obwohl ich es nicht will.



2) Reizfilterschwäche / Overload


• Geräusche (Stimmen, Kauen, Radio, Föhn, Smalltalk) machen mich aggressiv oder panisch müde.


• Ich kann Hintergrundgespräche nicht ausblenden.


• Ich fühle mich in Menschenmengen schnell „überhitzt“ oder wie „unter Strom“.


• Berührung/Enge kann mich plötzlich extrem stressen.



3) Exekutive Dysfunktion (das Kernstück)


• Ich weiß, was zu tun ist, aber ich komme nicht ins Tun.


• Ich brauche Druck (Deadline, Stress, Angst) um zu funktionieren.


• Ich bin gut im Akuten/Krisenmodus, aber schlecht im Kontinuierlichen.


• Ich prokrastiniere Dinge, die klein sind, aber unangenehm.



4) Zeitgefühl / Planung


• Zeit ist entweder „jetzt“ oder „nicht jetzt“.


• Ich unterschätze, wie lange Dinge dauern.


• Ich plane viel, aber Umsetzung ist sprunghaft.


• Ich bin entweder zu früh oder zu spät.



5) Emotionale Dysregulation


• Ich bin schnell gereizt bei Kleinigkeiten (v.a. wenn überfordert).


• Kritik trifft mich stärker als sie „sollte“.


• Ich kann von neutral auf wütend/traurig/überfordert kippen.


• Ich schäme mich manchmal danach, obwohl es objektiv nachvollziehbar war.



6) Körper/Antrieb


• Ich habe Phasen von extremem Drive und dann totale Erschöpfung.


• Ich brauche Bewegung, zupfen, klicken, scrollen, essen, irgendwas.


• Müdigkeit fühlt sich oft wie „gelähmt“ an, nicht wie normales Schlafbedürfnis.



7) Typische Frauen-ADHS-Muster


• Ich bin leistungsfähig, aber innerlich ständig am Limit.


• Ich habe mich lange als „zu sensibel“ oder „zu emotional“ erlebt.


• Ich habe mich überangepasst und kompensiert (Perfektionismus).


• Ich funktioniere für andere besser als für mich.



8) Beziehung/Kommunikation


• Smalltalk macht mich aggressiv und müde.


• Ich bin sozial kompetent, aber es kostet enorm.


• Ich unterbreche manchmal oder denke schon weiter.


• Ich habe ein starkes Bedürfnis nach Rückzug.



ADHS versus Trauma (Kurz-Differenzierung)


Trauma eher:

• Triggergebunden, Flashbacks, Körperalarm

• Misstrauen, Schreckhaftigkeit

• spezifische Situationen/Menschen lösen Reaktion aus


ADHS eher:

• konstant seit Kindheit (wenn auch maskiert)

• Reizfilterschwäche überall

• Chaos/Prokrastination/Impulsivität als Lebensmuster

• „Ich kann nicht steuern, worauf mein Gehirn anspringt“


Viele haben beides – ADHS ist sogar ein Risikofaktor für Traumatisierung.



Drei Fragen, die fast immer „entlarven“


1. War ich als Kind schon „zu viel“, verträumt, chaotisch, emotional oder extrem wissbegierig?


2. Funktioniere ich hauptsächlich über Druck/Stress?


3. Bin ich schnell überreizt durch Geräusche/Smalltalk/Multitasking?



Wenn Sie bei diesen drei innerlich sofort „ja“ gesagt haben, ist der Verdacht ziemlich stark.

Vielleicht haben Sie lange gelernt, sich „zusammenzureißen“ und einfach weiterzumachen.


Aber wenn Sie diese Themen ständig begleiten, dürfen Sie hinschauen – ohne Schuldgefühl und ohne Scham.


Eine professionelle Abklärung kann Ihnen Antworten geben und Ihnen helfen, sich selbst mit mehr Verständnis zu sehen. Und Medikation hilft sehr viel weiter.






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