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ADHS - Erschöpft durch ein hohes Mass an Anpassung und Funktionalität

  • Autorenbild: andrea maierhofer
    andrea maierhofer
  • 10. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Erschöpfendes Multitasking - nie alles fertig geworden?
Erschöpfendes Multitasking - nie alles fertig geworden?

Andrea Maierhofer, 10.1.2026, (2 min Lesezeit)






Multitasking bei Frauen – normal, gelernt oder ADHS?



Viele Frauen fragen sich:


„Ich mache ständig mehrere Dinge gleichzeitig – ist das normal oder ein Zeichen von ADHS?“


Die Antwort ist differenziert. Multitasking ist kein Beweis für ADHS. Multitasking allein bedeutet nicht, dass jemand ADHS hat. Viele Frauen jonglieren mehrere Aufgaben gleichzeitig, weil sie es im Alltag müssen:


• Beruf

• Familie

• Organisation

• emotionale Verantwortung („Mental Load“)


Das ist keine Krankheit, sondern oft eine Folge von äußeren Anforderungen.


Warum multitasken Frauen und können es auch meist sehr gut: Multitasking ist meist erlernt, nicht angeboren durch:


• frühes Lernen von Anpassung

• hohe Verantwortungsübernahme

• gesellschaftliche Erwartungen


Wie zeigt sich ADHS stattdessen?


Bei ADHS geht es nicht um zu viel Können, sondern um eine Schwierigkeit, Aufmerksamkeit zu steuern.


Typisch sind:

• rascher Wechsel zwischen Aufgaben

• Schwierigkeiten, bei einer Sache zu bleiben

• innere Unruhe oder Gedankensprünge

• Beginn vieler Dinge, Schwierigkeiten beim Abschluss

• hoher innerer Druck


Das wirkt manchmal wie Multitasking, ist aber etwas anderes.


Woran erkennt man, ob ADHS vorliegen könnte?


Hinweisend auf ADHS sind:

• Aufmerksamkeitsprobleme seit Kindheit oder Jugend

• Schwierigkeiten in mehreren Lebensbereichen

• ständige Überforderung trotz großer Anstrengung

• emotionale Sensibilität

• ausgeprägte Erschöpfung

• Leidensdruck


Entscheidend ist nicht, wie viel jemand schafft, sondern wie hoch der innere Aufwand und die Belastung sind.


Warum wirken viele Frauen mit ADHS so „leistungsfähig“?

Viele Frauen mit ADHS:


• passen sich stark an

• kompensieren über Perfektionismus

• funktionieren lange gut über Stress


Das kann nach außen sehr kompetent wirken, tut es auch!, führt aber häufig zu:


• Erschöpfung

• Selbstzweifeln

• Depression oder Angst


Wichtig zu wissen

• Multitasking ist kein Diagnosekriterium

• ADHS ist keine Frage von Willenskraft

• Eine Abklärung kann helfen, sich selbst besser zu verstehen

• ADHS ist gut behandelbar



Merksatz: Nicht Multitasking ist das Problem –sondern dauerhafte Überforderung und Erschöpfung!!!





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