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Menopause- was nun? Was jetzt zählt!

  • Autorenbild: andrea maierhofer
    andrea maierhofer
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Silent Spa gefällig?
Silent Spa gefällig?

                                             


Andrea Maierhofer, 18.1.2026, (3 min Lesezeit)







Frauen in der Menopause: Wenn sich Sicherheiten verschieben und neue Fragen auftauchen

 

Die Menopause markiert nicht nur ein hormonelles Ende der fruchtbaren Phase, sondern häufig auch einen tiefgreifenden sozialen und existenziellen Übergang.


Viele Frauen erleben diese Zeit weniger als medizinisches Problem, sondern vielmehr als Phase der Neuorientierung – mit Unsicherheiten, Spannungen und widersprüchlichen Bedürfnissen.


Wegfall von Versorgung und Rollenbildern


Für manche Frauen fällt in dieser Lebensphase eine vertraute äußere Struktur weg:

Die Pension rückt näher oder ist bereits Realität, finanzielle Sicherheiten verändern sich, berufliche Identität und Anerkennung nehmen ab oder enden ganz.


Besonders Frauen, die lange in versorgenden Rollen gelebt haben – für Familie, Partner oder Beruf – spüren plötzlich eine Leerstelle:


Wer bin ich, wenn ich nicht mehr gebraucht werde wie früher?

Der Wegfall klarer Aufgaben kann entlastend sein, aber auch verunsichern. Nicht selten entsteht das Gefühl, „aus dem System gefallen“ zu sein – ohne neue tragfähige Rolle.


Mehr Zeit mit dem Partner – Nähe oder Belastung?


Was lange herbeigesehnt wurde, kann sich als Herausforderung entpuppen:

Mehr gemeinsame Zeit mit dem Partner, etwa nach Pensionierung oder bei reduzierter Erwerbstätigkeit, führt nicht automatisch zu mehr Harmonie.


Unterschiedliche Tagesrhythmen, Bedürfnisse nach Rückzug oder Aktivität, unausgesprochene Konflikte oder jahrzehntelang eingeübte Muster treten deutlicher zutage. Viele Frauen berichten, dass sie erstmals spüren, wie anstrengend permanente Nähe sein kann – besonders dann, wenn die eigene innere Entwicklung schneller voranschreitet als jene des Partners.


Freundschaften: Zwischen Stillstand und Aufbruch


Auch im sozialen Umfeld kommt es häufig zu Brüchen.

Freundschaften aus früheren Lebensphasen tragen nicht immer weiter.


Die Menopause macht Unterschiede in Lebenshaltung, Offenheit und Veränderungsbereitschaft sichtbarer.

 

• Manche Frauen ziehen sich zurück, suchen Bequemlichkeit und Sicherheit.

• Andere fühlen einen starken Drang, Versäumtes nachzuholen, Neues zu erleben, zu reisen, sich weiterzuentwickeln oder alte Träume endlich ernst zu nehmen.


Diese unterschiedlichen Haltungen können trennend wirken.


Neue Freundschaften zu schließen fällt vielen schwer – nicht zuletzt, weil Offenheit im höheren Lebensalter gesellschaftlich weniger gefördert wird und weil „junggeblieben“ und „alt geworden“ oft als Gegensätze wahrgenommen werden.


Zwischen Anpassung und Aufbruch


Viele Frauen stehen innerlich zwischen zwei Polen:


• dem Wunsch nach Ruhe, Einfachheit und Rückzug

• und dem Bedürfnis nach Lebendigkeit, Sinn und Wachstum


Diese Ambivalenz ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck eines Übergangs.


Die Menopause zwingt nicht zur Entscheidung für Stillstand oder Aktion –

sie stellt vielmehr die Frage, wie ein stimmiges, selbstbestimmtes Leben jetzt aussehen kann.


Ein neuer Abschnitt mit eigenen Maßstäben


Die Menopause ist keine Krise per se, aber sie legt offen, was nicht mehr trägt. Beziehungen, Rollen und Lebensentwürfe werden überprüft – oft schmerzhaft, manchmal befreiend.


Frauen, die sich erlauben, diese Phase ernst zu nehmen, entdecken darin auch eine Chance:

für ehrlichere Beziehungen, bewusstere Entscheidungen und ein Leben, das weniger von Erwartungen anderer bestimmt ist.


Nicht alles muss nachgeholt werden. Aber manches darf endlich beginnen.


Warum die Menopause auch die Psyche betrifft


Die Menopause ist mehr als das Ende der Monatsblutung. Sie markiert einen tiefgreifenden Übergang, der Körper, Gehirn und Psyche gleichermaßen betrifft.


Viele Frauen erleben in dieser Zeit Veränderungen, die verunsichern können – besonders dann, wenn sich Stimmung, Schlaf oder innere Stabilität verändern.


Hormone wirken nicht nur auf den Körper, sondern direkt auf das Gehirn. Während der Menopause verändern sich vor allem die Spiegel von Östrogen und Progesteron. Diese Hormone sind eng mit Botenstoffen verbunden, die unsere Stimmung, unser Stressempfinden und unseren Schlaf steuern.

Sinkt der Östrogenspiegel, wird das emotionale Gleichgewicht anfälliger.


Stress wird schneller als belastend erlebt, die Stimmung kann kippen, und die innere Belastbarkeit nimmt ab. Gleichzeitig fällt Progesteron früher weg – ein Hormon, das normalerweise beruhigend und schlaffördernd wirkt.


Häufige psychische Veränderungen in der Menopause


Viele Frauen berichten in dieser Lebensphase über:


Depressive Verstimmungen

Erschöpfung, innere Leere, Interessenverlust oder erhöhte Reizbarkeit können auftreten – auch bei Frauen, die zuvor nie depressiv waren.


Ängste und innere Unruhe

Plötzlich auftretende Sorgen, Panikgefühle oder eine erhöhte Körperwahrnehmung (z. B. Herzklopfen, Hitzewallungen) sind häufig. Diese Symptome werden oft fehlinterpretiert und verstärken die Angst zusätzlich.


Schlafstörungen

Ein- und Durchschlafprobleme gehören zu den häufigsten Beschwerden. Schlafmangel wiederum verschärft emotionale Instabilität, Angst und depressive Symptome.


Konzentrations- und Gedächtnisprobleme („Brain Fog“)

Viele Frauen erleben Wortfindungsstörungen oder das Gefühl, geistig nicht mehr so leistungsfähig zu sein. Diese Veränderungen sind in der Regel vorübergehend und hormonell bedingt, nicht Ausdruck einer Demenzerkrankung.


Psychische Symptome im Zusammenhang mit der Menopause sind häufig Signale eines Anpassungsprozesses – keine Schwäche und kein persönliches Versagen.


Wann Unterstützung sinnvoll ist


Wenn psychische Beschwerden:

• länger anhalten

• den Alltag deutlich beeinträchtigen

• oder sich zunehmend verstärken


ist es sinnvoll, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine differenzierte Einordnung kann entlasten und neue Perspektiven eröffnen.


Vereinbaren Sie gerne einen Termin für ein Erstgespräch um gemeinsam herauszufinden, was Ihnen jetzt helfen kann. Und. Und oft bringt schon ein Gespräch eine deutliche Entlastung und lindert den Leidensdruck.







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