„Mein Kind hört nicht auf mich!“
- andrea maierhofer
- 6. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Jan.

Dr. Maierhofer Andrea, 6.1.2026, (1 min Lesezeit)
Vielleicht hört es nicht, weil es sich nicht gehört fühlt.
Nicht, weil es respektlos ist.
Kinder wollen grundsätzlich immer kooperieren und suchen Bindung.
Das muss gespiegelt werden.
Und Spiegeln und Empathie will gelernt sein.
Jugendliche sind nicht schwierig – sie haben es aber auch oft schwer.
Pubertät ist keine Rebellion gegen die Familie – sondern ein Kampf mit sich selbst.
Was sie brauchen?
1. Verständnis.
2. Vertrauen.
3. Beziehung statt Bewertung.
Vertrauen wirkt stärker als Kontrolle.
Man kann sein Kind nicht bestrafen und an die Wirkung glauben. Bestrafung fördert nur Angst.
Sie können es aber stärken, indem sie an ihr Kind glauben.
„Ich vertraue dir“ hat mehr Wirkung als 100 Regeln.
Wollen Sie recht behalten – oder in Verbindung bleiben?
In Diskussionen geht es nicht um Gewinnen.
Sondern um Beziehung.
Wenn Sie immer gewinnen müssen, verliert sich am Ende die Nähe.
Kinder und Jugendliche sollen Beziehungen mitgestalten können.
So lernen sie an sich selbst zu glauben und lernen Kompromissbereitschaft.
Manche Eltern sind (zu) sehr mit sich beschäftigt. Zu sehr bei sich und zu wenig beim Anderen, ihrem Kind.
Stress, eigene Themen, alte Glaubenssätze …
Fragen Sie sich und antworten Sie sich ehrlich:
1. „Bin ich gerade beim Kind – oder bei meiner Angst?“
2. „Will ich kontrollieren oder begleiten?“
Ihr Kind braucht Sie nicht perfekt. Ausreichend gute Eltern zu sein genügt, Perfektion ist eine Illusion.
Es braucht Sie aber präsent.
Nicht laut, sondern ehrlich.
Nicht unfehlbar, sondern erreichbar.
Fazit:
Beziehung ist wichtiger als Erziehung.
Vertrauen verändert mehr als Strenge.
Verbindung bleibt – auch wenn’s mal kracht.



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