Scham - Reflexionsblatt Wenn alte Scham heute spricht
- andrea maierhofer
- 6. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

Dr. Maierhofer Andrea, 6.1.2026 (1 min Lesezeit)
Dieses Blatt ist für Sie, wenn Sie spüren: Ich schäme mich mehr, als ich wütend bin – obwohl ich eigentlich verletzt wurde.
Das passiert oft, wenn Scham in der Kindheit früh gelernt wurde.
Sie taucht später wieder auf – auch in toxischen Beziehungen.
Stellen Sie sich folgende Fragen!
1. Welche Stimme in mir ist aus der Vergangenheit? – Wer hat mich damals beschämt oder gedemütigt? – Wie wurde mit meinen Fehlern oder Gefühlen umgegangen? – Wurde ich für Dinge verantwortlich gemacht, die ich nicht zu verantworten hatte?
2. Welche Stimme ist aus dem Heute? – Was weiß ich heute über mich, das damals niemand sehen konnte? – Welche meiner Reaktionen sind gesund, auch wenn sie früher abgewertet wurden? – Wem würde ich heute nicht mehr glauben, wenn er mich so behandelt wie damals?
3. Was darf ich fühlen – ohne Schuld? – Ich darf wütend sein, ohne ein schlechter Mensch zu sein. – Ich darf enttäuscht sein, ohne mich selbst zu verurteilen. – Ich darf Nein sagen, auch wenn andere das nicht verstehen.
4. Gegengedanke zur Scham: „Ich schäme mich nicht dafür, dass ich lieben wollte. Ich schäme mich nicht für meine Hoffnung. Ich schäme mich nicht für meine Grenzen. Die Scham gehört nicht mir.“
Dieses Blatt darf Erinnerung sein: Sie müssen sich nicht für Ihre Geschichte schämen.
Sondern seien Sie stolz darauf, dass Sie sie heute erkennen und reflektieren können.



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